Warum überhaupt «besser Präsentieren»?

Ich werde immer mal wieder gefragt, warum man an Soft Skills wie dem Präsentieren arbeiten sollte. Reicht es nicht, im eigenen Fachgebiet gut zu sein, grossartige Ideen zuhaben? Sollte eine gute Idee, gute Arbeit nicht für sich sprechen?

Um es kurz zu machen: Ja, das sollten sie. Und nein, das tun sie in der Regel nicht.

Meine Erfahrung

Ich arbeite seit rund 17 Jahren in der EDV. Als ich in den 90ern angefangen habe, kam gleichzeitig PowerPoint als Präsentationswerkzeug auf. Ich erinnere mich an einige Gelegenheiten, bei denen ein Berater zu uns kam, der uns den grössten Unsinn verkaufen wollte. Und ich sass in diesen Präsentationen und dachte mir: «Das sieht nett aus und die Effekte im PowerPoint sind irgendwie cool. Aber inhaltlich ist das doch ziemlicher Unsinn.» Und dann wurde das Produkt/die Dienstleistung gekauft.

Ist Präsentieren nur Werbung?Mehrere solche Erlebnisse haben bei mir den Eindruck gefestigt, dass Präsentationen nur schöne Verpackungen für Mist sind. Und wann immer mir jemand vorgeschlagen hat, mich doch mal mit Präsentationen oder PowerPoint zu beschäftigen, habe ich dankend abgelehnt. Schliesslich kann ich ja «was Richtiges» und will gar keinen Mist verkaufen. Also brauche ich auch nicht diese «Beraterfähigkeiten».

Ungefähr zur selben Zeit fing ich an, meine grossartigen Ideen meinen Arbeitskollegen, Vorgesetzten oder Kunden vorzustellen – meist, indem ich bei einem Kaffee ungebremst und ungeplant auf sie eingeredet habe. Aber nur selten hat sich jemand für diese Ideen begeistern können. Das lag sicher bei vielen dieser Ideen daran, dass sie alles andere als grossartig waren – aber nicht bei allen. So habe ich mal eine Projektidee allen möglichen Leuten gezeigt und erst nach drei Jahren kam ein «Ach so, so meinst Du das. Das ist wirklich eine gute Idee. Wir machen das.» von jemandem, dem ich das Ganze schon öfter erklärt hatte.

Ich war also in einem Dilemma: Auf der einen Seite waren da die verhassten Berater, die Mist als Gold verkaufen konnten und auf der anderen Seite war ich, dessen Präsentationsversuche regelmässig damit endeten, dass sein Gold als Mist verstanden wurde. Und da dämmerte es mir: Eine gute Verpackung ist auch für gute Ideen/gute Arbeit viel besser als eine schlechte. Nicht ohne Grund investieren Unternehmen heute viel Geld und Zeit in das Verpackungsdesign für ihre Produkte.

Ich habe angefangen, an meinen Kommunikations- und Präsentationsfähigkeiten zu arbeiten. Jetzt stand der Gesprächspartner/das Publikum im Mittelpunkt. Wo steht mein Zuhörer? Wie kann ich meine Idee so vermitteln, dass mein Gegenüber sie versteht? Wie kann ich die Vorteile so vermitteln, dass der andere sieht, wo der Vorteil für ihn liegt? Was ist denn eigentlich meine Kernaussage? Und hey, diese Kernaussage hängt von meinem Publikum ab. Verdammt, das wird ja alles sehr kompliziert.

Und tatsächlich investiere ich heute sehr viel mehr Zeit und Energie darin, eine Präsentation zu planen und zu entwickeln als vor 15 Jahre. Aber das wirklich Wesentliche ist, dass die Stunden oder Tage Vorbereitung dazu führen, dass ich meine Ideen nicht mehr über drei Jahre immer und immer wieder präsentieren muss. Heute mache ich das einmal und bekomme eine Rückmeldung. Und sei das nur, dass die Idee totaler Blödsinn ist.

Klar, wenn man eine Präsentation als eine Zeit ansieht, in der man irgendwo steht und reden muss, ist es zweifelhaft, ob man für 15 Minuten reden zwei oder mehr Tage Vorbereitung investieren sollte. Bei meinen Kunden ist es durchaus nicht ungewöhnlich, dass sie in diesen 15 Minuten einen Partner, Investor oder Kunden überzeugen wollen, viel Aufwand, Geld oder Vertrauen in ein Projekt, ein Produkt oder das Unternehmen zu investieren. Und wenn man die drei Tage Vorbereitung nicht als Investition in 15 Minuten reden ansieht, sondern als Investition in die Zukunft einer Idee, eines Projektes oder sogar eines Unternehmens, ist das doch ein verschwindend geringer Aufwand.

Warum also «besser Präsentieren»?

Besser Präsentieren – mehr ErreichenAus meiner Erfahrung ist das sehr einfach: Wer besser präsentiert, erreicht mehr als jemand, der genauso gut ist, aber schlechter Präsentiert. Mit dem nötigen Wissen und Übung wird es leichter, andere von einem gemeinsamen Ziel zu überzeugen. Statt also auf der eigenen Idee zu sitzen und zu hoffen, dass endlich mal jemand versteht, wie gut sie doch ist, kann man raus gehen und aktiv Partner finden.

Und was können wir machen um besser zu präsentieren? Das Buch «Presentation Zen» (auf Deutsch «Zen oder die Kunst zu präsentieren») von Garr Reynolds ist ein guter Einstieg in die Materie. Findet Gleichgesinnte, mit denen Ihr gemeinsam üben und Euch austauschen könnt. Überzeugt Eure Vorgesetzten, einen Präsentationstrainer/-coach ins Haus zu holen oder eine Gruppe von Mitarbeitern auf einen Kurs zu schicken.

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Wie zitiere ich in Präsentationen

Ash fordert uns per Twitter zum ReviewVor nicht allzu langer Zeit hat Dr. Ashley Casey von der Universität Bedfordshire uns per Twitter aufgefordert, ihm Feedback zu den Slides eines seiner Vorträge auf Slideshare zu geben. Ich habe Ash in Paris bei einem Seminar von Garr Reynolds kennen gelernt und ich bewundere ihn, weil er in seinem Arbeitsbereich (Sportunterricht – im Physical Education Practitioner Research Network) etwas verändert, neue Wege beschreitet. Also habe ich mir die Zeit genommen und seine Folien angeschaut.

Und neben all dem Positiven ist mir eine Sache aufgefallen: Da waren Folien mit Zitaten aus Bewertungsbögen. Und diese Zitate waren sehr lang; wirklich lang. Eine Folie mit hundert Wörtern stellt ein Problem dar. Und als ich Ash das geschrieben hat, hat er mich logischerweise gefragt, wie man das meiner Meinung nach besser machen könnte. Insbesondere dann, wenn man ein Zitat nicht kürzen darf, kann oder will. Darauf hatte ich spontan erstmal keine Antwort, aber ich habe darüber nachgedacht. Und hier sind nun meine Gedanken dazu.

Wo ist das Problem?

Folie von Dr. Ashley Casey mit langem ZitatViel Text auf einer Folie ist schwierig. Die Schrift wird kleiner, von weiter hinten schwerer zu lesen. Ich muss mich entscheiden, ob ich den Text vorlese oder mein Publikum lesen lasse. Lese ich vor, wirke ich irgendwie komisch. Jeder denkt «Das kann ich selbst aber besser lesen.». Und die meisten machen das dann auch. Sie lesen und hören gleichzeitig und nehmen die Information erst richtig auf, wenn sie Gehörtes und Gelesenes «synchronisiert» haben. Da wird das Verstehen schwieriger.

Lasse ich dagegen das Publikum alleine Lesen, habe ich ein anderes Problem: Menschen lesen unterschiedlich schnell. Der eine liest sehr schnell und verkürzt sich dann die Wartezeit, indem er schnell auf dem Smartphone schaut, was sich auf Twitter oder im Posteingang tut. Der andere ist so langsam, dass ihm noch die letzten fünf Wörter fehlen, wenn ich weitermache. In beiden Fällen habe ich Probleme, wieder die volle Aufmerksamkeit zu bekommen.

Wie man es auch dreht und wendet: Es ist schwierig mit solchen Zitaten/Texten umzugehen. Der einfachste Lösungsansatz wäre es, das Zitat auf 10, 15 Wörter zu kürzen. Manchmal kann man das nicht, weil es denn Sinn verfälschen würde. Manchmal darf man es nicht, weil der Zitierte darauf besteht, genau so – in diesen Worten und ohne Kürzungen – zitiert zu werden. Und manchmal will man ein Zitat einfach nicht kürzen, weil es gut ist – genau so wie es ist. Was kann man also machen?

Generell sollte der Text des Zitats eher im Handout als auf einer Folie landen. Die Teilnehmer können es dann zuhause nachlesen und müssen es aber nicht während des Vortrags sehen/lesen.

Lösungsansatz 1: Vorlesen ohne Folie

Folie Vorlesen von ZitatenDie technisch einfachste Lösung ist es, das Zitat von einem Blatt Papier abzulesen, statt es auf der Folie zu zeigen. Hat man zum Beispiel einen Evaluationsbogen, kann man direkt vom Original ablesen. Dadurch verhindert man einerseits, dass man dämlich aussieht, weil man das vorliest, was die Zuschauer auch selbst lesen könnten. Und andererseits ist das Problem der unterschiedlichen Lesegeschwindigkeit weg. Auf einer Folie kann man ein Bild der zitierten Person, eventuell Name, Funktion, Alter, … zeigen. Und falls man das Gefühl hat, dass das Zitat aber auf der Folie erscheinen muss: Den Text erst nach dem Vorlesen einblenden!

Dabei bleibt aber das Problem bestehen, dass man etwas vorliest. Dadurch verliert man den (Blick–)Kontakt zu den Teilnehmern.

Lösungsansatz 2: Audio

Folie OrginaltonDer zweite Lösungsansatz ist, zu der Folie mit einem Bild, oder den Daten der zitierten Person einen Audioclip mit dem Zitat einzuspielen. Idealerweise ein Audioclip von dieser Person. Wenn man zum Beispiel aus einem Interview zitiert, ist da vielleicht noch die Audiodatei, die aufgezeichnet wurde. Ist es etwas, was jemand zum Beispiel in einem Youtube Video sagt, kann man den Ton extrahieren. Oder man ruft den zitierten an – bittet um Erlaubnis – und zeichnet das Zitat nochmals auf.

Ist all das nicht möglich, kann man auch Aufzeichnen, wenn jemand anderes das Zitat vorliest. Wichtig: Es wäre verwirrend, wenn eine tiefe, männliche Stimme (Vincent Price) ein Zitat eines weiblichen Teenagers vorträgt – und umgekehrt.

Lösungsansatz 3: Video

Folie VideoEs ist heute problemlos möglich, einen Videoclip in eine Präsentation einzubinden. Wenn also ein Video besteht: Rein damit! Das ist dann eine willkommene Abwechslung. Und wenn kein Video besteht: Warum nicht eins machen? Je nach Budget und Wichtigkeit der Präsentation kann es sich lohnen, jemanden zu besuchen, um das Zitat noch im Video festzuhalten und dann zu verwenden.

Videos sind (noch) nicht Mainstream. Durch sinnvoll (!) eingebettete Videos kann man sich von der Masse abheben, zusätzliches Interesse gewinnen. Ausserdem ist es etwas anderes, wenn ich sage «Der CEO eines Fortune-500 Unternehmens ist unglaublich glücklich, mit unserer Idee zu arbeiten.» als wenn dieser CEO per Video erscheint und selbst sagt, dass er in seinem ganzen Leben noch nie so glücklich war …

Achtung bei Multimedia!

So gut Audio und Video auch sind um Zitate einzubetten, ist dennoch Vorsicht geboten: Wir müssen vor der Präsentation sicherstellen, dass das Publikum über die Audioanlage auch wirklich alles hört. Manche Anlage ist für die Grösse des Raums unterdimensioniert, an andere kriegt man sein Notebook erst nach einem Doktortitel in Elementarphysik angeschlossen und häufig gibt es schlicht keine Audioanlage. Also erst abklären, bevor man sich für diese Optionen entscheidet.

Und wie bei jeder Technik: Alternativen vorbereiten. Was machen wir wenn die Audioanlage ausfällt? Was machen wir, wenn der Beamer ausfällt?

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Buchreview: «The Leader’s Dilemma» von Hope, Bunce und Röösli

Buchcover: The Leader’s DilemmaDas Buch «The Leader’s Dilemma» von Jeremy Hope, Peter Bunce und Franz Röösli hat mich sehr inspiriert. Dennoch habe ich lange überlegt, ob ich das Review hier veröffentlichen soll. Schliesslich hat Managementliteratur (vordergründig) herzlich wenig mit Präsentationen zu tun.

Den Autoren geht es darum, dass erfolgreiches Management sehr viel mehr bedeutet als nur Budgets aufzustellen und das Unternehmen so zu steuern, dass die Budgets eingehalten werden. Und wenn man – so wie ich – seit vielen Jahren in, für und mit grossen Organisationen arbeitet, weiss man diesen Ansatz zu schätzen. Man weiss, wie viel inspirierender und motivierender es ist, für eine «Führungskraft» zu arbeiten, statt für einen Buchhalter. Man weiss, dass es in vielen Organisationen schwer oder unmöglich ist, sinnvolle Entscheidungen zu treffen, wenn diese der Budgetplanung widersprechen. Und man weiss, dass dieser Zustand frustrierend und lähmend auf die Individuen und die ganze Organisation wirken kann.

Aus diesem Grund halte ich das Buch für so wichtig, dass ich es Euch hier quasi Off-Topic vorstellen will. Die drei Autoren können in Summe auf über 30 Jahre Erfahrung in Beratung und Forschung zurückblicken. Sie forschen – gemeinsam mit vielen anderen – um die Prinzipien zu finden, die besonders erfolgreichen Unternehmen zu diesem Erfolg verholfen haben. Und auf Basis dieser Forschungsergebnisse Unterstützen sie andere Unternehmen dabei, sich an diesen Grundsätzen zu orientieren, ihre eigenen Erfolgsgeschichten zu schreiben.

Zwölf Prinzipien

Das Buch beschreibt zwölf Prinzipien, die dabei unterstützen, dem eigenen Unternehmen zu nachhaltigem Erfolg zu verhelfen:

  • Werte (Values): Verpflichte die Mitarbeiter gemeinsamen Werten statt einem zentralen Plan.
  • Führung (Governance): Führe das Unternehmen durch gemeinsame Werte und fundierte Entscheidungen, nicht durch Regeln und Vorschriften
  • Transparenz (Transparency): Mache Informationen offen und transparent verfügbar, beschränke und kontrolliere den Zugriff nicht
  • Teams: Organisiere Dein Unternehmen als Netzwerk eigenverantwortlicher Teams, nicht um zentrale Funktionen.
  • Vertrauen (Trust): Vertraue auf die Selbstregulierung und Optimierung der Teams, versuche nicht, sie zu mikro-managen.
  • Verantwortlichkeit (Accountability): Stütze Verantwortlichkeiten auf ganzheitliche Kriterien und Ergebnisse von Peer-Reviews, nicht auf hierarchische Beziehungen.
  • Ziele (Goals): Setze ambitionierte mittelfristige Ziele statt fixierter kurzfristiger Vorgaben.
  • Entlohnung (Rewards): Basiere die erfolgsabhängigen Vergütungsanteile auf relative Leistungen statt auf fixierte Vorgaben.
  • Planung (Planning): Mach die Planung zu einem kontinuierlichen und einbeziehenden Prozess, nicht zu einer jährlichen Vorgabe von oben.
  • Koordination (Coordination): Koordiniere das Zusammenspiel im Unternehmen dynamisch, nicht durch eine jährliche Budgetverteilung.
  • Ressourcen (Resources): Mache benötigte Ressourcen Just-In-Time verfügbar, nicht «nur für den Fall».
  • Steuerung (Control): Begründe die Steuerung auf schnellem, regelmässigem Feedback statt auf Abweichungen von Planzahlen.

Aufbau der Kapitel

Der Aufbau der Kapitel hat mir besonders gut gefallen. Zu jedem Prinzip ist eingangs ein Beispiel eines erfolgreichen Unternehmens dargestellt, für das dieses Prinzip zu einem «Alleinstellungsmerkmal» wurde. Danach wird das Prinzip, seine Wirkung und die Umsetzung beschrieben. Auch hier finden sich wieder viele anschauliche Praxisbeispiele. Dann kommt der wichtigste Teil: Die Autoren beschreiben, wie das Prinzip in einem Unternehmen umgesetzt werden kann. Dabei wird auch auf Stolpersteine hingewiesen. Abschliessend sind die wichtigsten Punkte des Kapitels nochmals auf ein bis zwei Seiten zusammengefasst. Diese Zusammenfassung ist wertvoll, wenn man die Inhalte nach einiger Zeit wieder schnell auffrischen will.

Fazit zum Buch

Ich weiss, dass ich sehr gerne in oder für eine Organisation arbeiten würde, die all die beschriebenen Prinzipien umgesetzt und verinnerlicht hat. Alleine schon aus diesem Grund kann ich das Buch jedem Manager und Unternehmer nur empfehlen. Dabei ist es völlig egal, ob ein Unternehmen 100 oder 100’000 Mitarbeiter hat. Die hier beschriebenen Prinzipien stellen einen Denkanstoss dar, von dem jeder nur profitieren kann.

Und warum brauchen wir frisches Denken im Management?

Hier eine kleine (und wahrscheinlich erfundene) Anekdote, die recht eindrücklich zeigt, welches Risiko eine reine Kostenrechnung im Management darstellt.

«Der CFO eines Unternehmens fragt den CEO: ‹Was passiert, wenn wir in die Entwicklung unserer Mitarbeiter investieren und diese verlassen uns dann im nächsten Jahr?›, worauf der CEO antwortet: ‹Und was passiert, wenn wir es nicht machen und die Mitarbeiter bleiben?›»

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Buchreview: «The Naked Presenter» von Garr Reynolds

Ende vergangenen Jahres wurde das neue Buch «The Naked Presenter » von Garr Reynolds veröffentlicht. Auf dem Weg zu seinem Seminar in Paris hatte ich – dank eines sehr langsamen TGV – genug Zeit um das Buch zu lesen. Inzwischen ist die englische Version auch bei Amazon.de lieferbar (kurz vor Weihnachten wurden die ersten Exemplare verschickt).

Eigentlich wollte ich mit meinem Review warten, bis die Deutsche Ausgabe «Naked Presenter» erscheint, was voraussichtlich im März passieren wird (bei Addison Wesley). Aber da viele die Bücher lieber im Original lesen, ist hier mein Review der Englischen Ausgabe. Sobald sich das deutsche Buch in meinen Fingern (und bei Amazon im Lager) befindet, werde ich noch ein ergänzendes Review der deutschen Fassung veröffentlichen.

Das Buch «The naked Presenter»Wie Garr bereits in unserem Interview Anfang Dezember gesagt hat, geht es bei «The Naked Presenter» mehr um den Vortrag, die Kommunikation als solche. Ein kleiner Teil beschäftigt sich mit der Vorbereitung für eine Präsentation, aber der grösste Teil zeigt, wie und warum man die eigene Persönlichkeit und Leidenschaft in den Vortrag einbringt und damit eine echte Verbindung zum Publikum aufbaut.

Mir persönlich hat das Buch sehr gut gefallen. Das erkennt man schon daran, dass ich es in einem Zug am Stück gelesen habe. Während sich für den Einstieg in die Materie sicher eher «ZEN oder die Kunst der Präsentation» eignet, ist «The Naked Presenter» ideal um die Fähigkeit zu verbessern, das Publikum zu erreichen und zu motivieren.

Das Buch zeigt uns zunächst kurz die Vorbereitung einer Präsentation. Im Hauptteil lernen wir dann, wie wir schnell Kontakt zum Publikum herstellen, eine Beziehung aufbauen und es schaffen, die Aufmerksamkeit unserer Teilnehmer für mehr als nur ein paar Minuten zu halten. Dem Ende der Präsentation kommt dann noch eine wichtige Rolle für der Nachhaltigkeit unserer Botschaft zu.

Abschliessend erinnert Garr uns daran, dass wir Ausdauer brauchen um uns kontinuierlich zu verbessern.

Vorbereitung

Hier der wichtigste Punkt eigentlich die Zeit und der Raum, den man für die Vorbereitung braucht. Eine Präsentation vorzubereiten geht nicht mal einfach so hopp, hopp. Wir brauchen Zeit (und Raum), um uns Gedanken um die wichtigsten Rahmenbedingungen unserer Präsentation zu machen:

  • – Was ist unser Ziel?
  • – Wer ist unser Publikum?
  • – Was ist unsere Geschichte?

In diesem Abschnitt geht es auch darum, Ideen zu sammeln, zu organisieren, zu bewerten und auszuwählen. Wenn wir eine Idee haben: Was ist der beste Weg, diese Idee einem Publikum zu vermitteln? Und dabei geht es darum, die Idee zu vermitteln, nicht darum, sie zu erklären. Es geht darum, das Publikum zu überzeugen, nicht darum, es zu überreden.

Abschliessend sagt uns Garr, wie und wie viel wir proben und wie wir uns am Tag unserer Präsentation am besten vorbereiten.

Kontakt herstellen

Wie bringen wir unser Publikum dazu, uns ab den ersten Sekunden zuzuhören. Studien zeigen, dass wir im Regelfall rund 30 Sekunden haben, um einen Teilnehmer zu überzeugen, dass das Zuhören und Mitmachen interessanter ist als der Tagtraum oder die Email/SMS auf dem Smartphone. Wie schaffen wir es also, diese 30 Sekunden effizient und effektiv zu nutzen um Interesse zu wecken und Kontakt herzustellen?

Verbindung aufbauen

Das, was wir in einem persönlichen Gespräch in kleiner Gruppe erfahren, bleibt uns meist besser in Erinnerung als eine Rede, der wir zuhören. Wie schaffen wir es bei einem grossen Teilnehmerkreis, den wichtigen persönlichen Kontakt herzustellen, statt zu einem Publikum zu reden, mit den Teilnehmern zu kommunizieren?

Aufmerksamkeit halten

Wie Dr. John Medina schreibt (siehe «Das zehn Minuten Modell von John Medina»), haben wir eine Aufmerksamkeitsspanne, die selbst bei einem interessanten Thema nur ca. zehn Minuten hält. Wie können wir unseren Vortrag strukturieren und Aufbauen, so dass wir die Aufmerksamkeit über 20 Minuten, 30 Minuten, eine Stunde halten können? Es ist nicht leicht, aber Garr’s Tips bieten eine gute Grundlage (so, wie die von John Medina).

Abschluss

Wenn wir einen Vortrag gut beginnen, werden die ersten Sekunden in Erinnerung bleiben und eventuell das eine oder andere Highlight aus der Mitte. Aber wie können wir eine Präsentation effektiv abschliessen, so dass unsere wichtigste (einzige) Botschaft unsere Teilnehmer auch nach ein paar Tagen oder Wochen noch begleitet? Was ist ein guter Abschluss? (Ein Tip: Einfach weiter zu reden, bis die Zeit aufgebraucht ist/die Teilnehmer mit Gegenständen werfen und dabei die Folien nochmal in zufälliger Reihenfolge zu zeigen ist kein guter Abschluss!).

Und die Antworten?

Das tut mir jetzt leid. Auch wenn ich vorhabe, die eine oder andere Frage in der Zukunft auch hier zu beantworten (im Fall der Aufmerksamkeit habe ich das mit John Medina bereits gemacht), werde ich Euch im Moment dazu anhalten «The Naked Presenter» zu kaufen und zu lesen. Ausser dass Garr ein sehr charismatischer und sympathischer Redner ist, ist er nämlich auch ein sehr guter Author und Designer. Sein Buch lohnt sich also sowohl inhaltlich als auch ästhetisch.

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Interview mit Garr Reynolds, Paris, 12/2010

Vor einem knappen Monat war ich beim grossartigen «Presentation Zen European Seminar 2010 in Paris». Dabei hat sich die Gelegenheit ergeben, am neunten Dezember beim Frühstück dieses kurze Interview mit Garr Reynolds (Presentation Zen) zu führen. Dabei ging es um Präsentationen (natürlich), Kreativität und (Aus-) Bildung. Und am Rande auch um seine Bücher.

Das Interview haben wir auf Englisch geführt und ich habe es übersetzt und redigiert. Meine Änderungen und Auslassungen sind aber sehr sparsam, da ich die Aussagen nicht verfälschen wollte.

Boris: Was sagst Du Leuten, für die Präsentationen nur eine Form der Täuschung sind, und die denken, dass es im Leben nur um echte Inhalte und ihre Botschaft geht?

Garr Reynolds bei einem TweetUp in Paris im Dezember 2010Garr Reynolds: Du kennst tatsächlich solche Menschen?

Sie selbst sind vermutlich nicht besonders gut beim Präsentieren, oder? Deswegen sind sie in einer sehr emotionalen Situation, sind defensiv. Sie glauben, diese Fähigkeit nicht zu haben, haben nicht daran gearbeitet. Deswegen sagen sie, dass das nicht wichtig ist.

Aber das ist albern. Gute Kommunikationsfähigkeiten können für Grossartiges oder für Schlechtes genutzt werden. Man kann die schlechten Beispiele für Kommunikation anführen: Folien aus dem Marketing oder die glatte TV Werbung «Kaufen Sie jetzt. Nur jetzt …». Aber man kann mit diesen Fähigkeiten auch ehrlich und aufrichtig sein, eher wie Steve Jobs.

Es gibt viele Beispiele herausragender Persönlichkeiten, die auch grossartige Redner sind. Einige habe ich im Buch [The Naked Presenter] erwähnt, wie Neil deGrasse Tyson, einen Wissenschaftler aus Harvard, der sehr bekannt und sehr intelligent ist. Er ist aber ebenso leidenschaftlich und klar in dem, was er sagt und wie er es sagt. Gute Kommunikation ist ihm sehr wichtig. Oder Dr. Richard Feynman, der Physiker. Er sagt das selbe: Wir müssen klar denken und verständlich kommunizieren.

Albert Einstein hat sehr gut kommuniziert – obwohl er sehr schüchtern war. Er sprach sehr verständlich und klar. Ein interessanter Gedanke dazu: Wenn Einstein heute leben würde, würde er Twitter benutzen?

Die Ablehnung von Präsentationskompetenz ist emotional. Es wird immer solche geben und Du solltest nicht Deine Zeit damit verschwenden, sie zu zwingen oder zu überreden. Zeige ihnen Beispiele von Personen, die sie respektieren, und sage ihnen «Aber der präsentiert grossartig und er kann dadurch wirklich was bewegen. Wenn Du schlechte Präsentationen hältst, werden Deine Ideen nicht aufgenommen. Aber wenn es so für Dich passt: ok.»

Ironischerweise gibt es keinerlei Logik in dieser ablehnenden Haltung. Natürlich gibt es viele Präsentationen, die blenden und von der eigentlichen Inkompetenz ablenken sollen. Aber das muss ja nicht so sein.

Man kann auch eine grossartige, kompetente und intelligente Person sein und verständlich kommunizieren. Warum sollte man das nicht wollen? Das wäre doch dumm.

Aber ich kenne die Situation. Ich habe jemanden in meinem direkten Umfeld – einen Kreativen, der nicht ansatzweise gut kommunizieren kann. Das ist irgendwie traurig. Aber manchmal ist da einfach nichts zu machen.

Boris: In meiner Arbeit treffe ich viele, die nicht für einen Sales Pitch präsentieren. Sie haben ein regelmässiges Informationsmeeting, in dem sie über einen aktuellen Stand informieren müssen. Hast Du Ideen/Vorschläge für sie?

Interview Bild GarrGarr Reynolds: Es sind die selben Prinzipien, die wir hier anwenden. Es geht um die Teilnehmer, nicht um Dich.

Wir denken, dass wir interessant sein müssen. Aber macht Euch keine Gedanken darüber, interessant zu sein. Macht Euch Gedanken darüber, inhaltlich richtig und vor allem interessiert zu sein. Wenn Dich das Thema selbst interessiert, ist es viel wahrscheinlicher, dass es auch für die anderen Teilnehmer interessant wird.

Konzentriere Dich auf die Teilnehmer und darauf, was sie wirklich brauchen. Alles überflüssige kann weg gelassen werden. Wir neigen alle dazu, sicherheitshalber alle möglicherweise benötigten Informationen in unsere Präsentation zu packen. Es ist auch bei einem Informationsmeeting das selbe: Fasse Dich so kurz wie möglich und lasse die Teilnehmer Fragen stellen. Du lieferst alles Wichtige, alles, was sie wissen müssen. Und wenn sie mehr wissen wollen, werden sie Fragen stellen.

Es ist wichtig, sich kurz zu fassen … sich kurz zu fassen und zu wissen, wann man fertig ist. Manche Leute wissen das nicht. Sie fangen an und obwohl sie dann alles Wichtige gesagt haben können sie nicht mehr aufhören. Als würde der Ausschalter fehlen. Sie wiederholen Teile des Vortrags, gehen nochmals zurück zur Folie …

Fasse Dich kurz, die Leute haben zu tun!

Das Handout ist dafür da, all die Details zu liefern. Einige Details kann man im Rahmen der Präsentation herausheben, auf die wichtigsten Punkte hinweisen. Und wenn die Teilnehmer jedes kleine Detail brauchen: Sie haben es im Handout. Was sie von Dir in Deiner Präsentation bekommen ist das Wichtigste. Und das ist es, woran sie sich erinnern werden.

Je mehr man redet, umso weniger davon werden sich die Teilnehmer merken können. Wenn Du nur eine einzige Sache sagst, werden sie sich daran erinnern. Führst Du drei Punkte an, werden sie vielleicht nur zwei behalten – es wird ja schon schwieriger. Wenn Du dagegen sieben Punkte anführst, bleibt mit Glück vielleicht einer hängen. Und wir können noch nicht mal kontrollieren welcher. Wir sind also schlechter dran, als wenn wir von vornherein nur einen Punkt aufführen.

Boris: Was würdest Du Unternehmen empfehlen, die kontinuierlich die Kommunikations– und Präsentationsfähigkeiten ihrer Mitarbeiter verbessern wollen?

Interview Bild GarrGarr Reynolds: Es einfach zu tun. Das ist eine von den Sachen, bei denen man nur besser wird, wenn man viel übt. Es sollte also Teil der Kultur werden, dass die Mitarbeiter regelmässig präsentieren.

Zum Beispiel könnte man an jedem Freitag eine offene Präsentationsplattform bieten, bei der Mitarbeiter oder Unternehmensbereiche ihre Erfahrungen und Ergebnisse teilen. Ich habe von Unternehmen gehört, die TED-ähnliche Präsentationen innerhalb der eigenen Organisation veranstalten. Verschiedene Bereiche kommen um mit den anderen zu teilen, was ihnen wichtig ist.

Macht es einfach zum Teil der Unternehmenskultur, dass Leute aufstehen und ihre Informationen teilen. Natürlich muss das nicht immer mit Folien oder PowerPoint sein. Alles ist möglich, Whiteboard, Flipchart, freie Rede ohne Hilfsmittel, …

Es ist Übungssache, also brauchst Du Übung. Das ist alles. Gewohnheit, das ist der Zen-Ratschlag: Präsentieren sollte eine Gewohnheit sein.

Boris: Du empfiehlst, für den kreativen Prozess wieder «analog» zu werden, den Computer auszuschalten. Für mich – und offensichtlich für Dich und für die meisten von uns – passt das sehr gut. Als wir jung waren gab es keine Kreativitätssoftware für Computer – oder überhaupt Computer.

Denkst Du, dass Kreativitätssoftware wie Mindmapping, Digitale Whiteboards und Ähnliches wichtiger werden? Kinder fangen inzwischen ja schon in jüngsten Jahren an, Computer und Elektronik zu nutzen.

Interview Bild GarrGarr Reynolds: Bei einer Präsentation geht es nicht um digital oder nicht, es geht nicht um den Computer, es geht nicht um die Technologie. Was ich mit analog meine, ist sich zu entspannen, innezuhalten, wirklich zu überlegen, nachzudenken – sich einen Überblick zu verschaffen. Post-Its, ein Blatt Papier oder ein Whiteboard und ein Stift haben etwas an sich, das Dir diese Möglichkeit gibt.

Du kannst das auch mit einem iPad machen. [Anmerkung: Mein iPad lag auf dem Tisch] Mit dem Computer ist es schwierig, aber das iPad ist anders. Vielleicht kannst Du es damit machen, das ist ok. Solange Du die Möglichkeit hast, innezuhalten, Dir einen Überblick zu verschaffen und über das Publikum nachzudenken.

Kreativitätssoftware wie da auf Deinem iPad wird immer besser. [Anmerkung: Auf meinem iPad war Corkulous geöffnet] Wie die Sachen angeordnet sind: Du hast eine Wand, kannst alles verschieben. Das ist näher an dem wie wir denken. Aber die Gliederungsansicht von PowerPoint ist nicht wie eine Mind Map, es ist einfach nur eine fixe Struktur.

Du kannst digitale Werkzeuge verwenden. Du kannst Mind Mapping Programme verwenden. Aber die führen Dich immer irgendwie in ihrer eigenen Struktur. Ich bevorzuge immer noch das Skizzieren von Ideen mit Stift und Papier. Aber Du kannst natürlich auch auf einem iPad skizzieren.

Ein Whiteboard zu benutzen kann grossartig sein, nicht nur für eine Präsentation, sondern für jede Art von Projekt: Projektmanagement, das Schreiben eines Buches, etwas planen, was auch immer. Es hat irgendwie damit zu tun, es gross zu schreiben, es an der Wand zu sehen.

Diese Kreativität, das Skizzieren einer Idee, ist auch eine wichtige Fähigkeit für Kinder. Sie sollten die technischen Hilfsmittel nicht zu früh bekommen, nicht schon in der Schule. Viele Techniker sagen: «Schmeisst die Computer aus den Schulen. Sie werden dort nicht gebraucht.» Ganz besonders in der Grundschule. Die Kinder haben zuhause genug Computer, zuhause und überall sonst. Ich kaufe meiner acht Monat alten Tochter ein iPad, einfach weil sie es liebt, damit zu spielen.

Es geht nicht um die Technologie. Schliesslich ändert sie sich sowieso ständig. In fünf Jahren wird alles ganz anders sein, in zehn Jahren …

Aber wir Menschen haben uns nicht so stark weiter entwickelt. Wir müssen immer noch in der Lage sein, zu lesen, zu schreiben und über Probleme nachzudenken. Und das alles hat nichts mit Computern zu tun.

Es scheint so, als ob es die «älteren Leute» sind, die ständig über Computer reden. Für Kinder ist der Computer nur eine weitere Sache. Eine wichtige Sache, aber da ist das Telefon, da ist der Fernseher, da ist das Sofa – der Computer ist nur eine weitere Sache, die sie benutzen. Und auch diese Sache wird sich entwickeln.

Ich weiss nicht, wie das in der Schweiz oder in Deutschland ist, aber in den Vereinigten Staaten konzentriert man sich nur auf «wir brauchen Geld für Technologien». Und es gibt Lehrer für diese Technologien. Was zur Hölle soll denn sowas? Es braucht keinen Technologie-Lehrer um Kindern den Umgang mit Computern beizubringen.

Als ich im College war, musste ich Programmieren lernen, weil in der Zukunft jeder in der Lage sein müsse, einen Computer bedienen. Und einen Computer zu bedienen sei nun mal das gleiche wie einen Computer zu programmieren. Jeder, wirklich jeder, musste lernen in Basic zu programmieren, weil man das für die Zukunft hielt. Später hiess es dann, dass jede Schule Windows 95 haben müsse, weil das die Zukunft sei. Damit mein Kind in der Zukunft wettbewerbsfähig ist, muss es Microsoft Office und Windows 95 kennen. Heute kann man sich das kaum noch vorstellen. Es wirkt gradezu lächerlich. Das Betriebssystem ist nicht wichtig – der Computer ist nicht wichtig.

Boris: Grade ist Dein drittes Buch «The Naked Presenter» in die Buchläden (und zu Amazon) gekommen. Wenn jemand nur eines der Bücher lesen könnte: Welches würdest Du ihm empfehlen?

Interview Bild GarrGarr Reynolds: Ich würde das erste Buch [ZEN oder die Kunst der Präsentation] empfehlen, weil es die Grundlagen für eine gute Präsentation, das Design und ein bisschen auch den eigentlich Vortrag abdeckt. Es bewirkt eine Veränderung im Denken, in der Herangehensweise.

Design [ZEN oder die Kunst des Präsentationsdesigns] wendet sich mehr an nicht-Designer, die etwas tiefer in die Grundlagen guten Designs einsteigen wollen. Im Prinzip hätte es Design für nicht-Designer heissen sollen, aber das gab es schon.

Das neueste Buch [The Naked Presenter] beschäftigt sich mehr mit dem Vortrag, der Kommunikation als solcher. Es ist auch wieder ein eigenständiges Buch, aber Design wird darin nicht behandelt. Es beschäftigt sich ein wenig mit der Vorbereitung und hauptsächlich damit, die eigene Leidenschaft einzubringen und eine wirklich Verbindung mit dem Publikum herzustellen. Ist es gut? Ich weiss es noch nicht. Jemand hat heute auf Twitter geschrieben, dass er «The Naked Presenter» fertig gelesen und es toll gefunden habe. Wenigstens für einen war’s gut, ich bin also zufrieden.

Boris: Weisst Du schon, wann wir Dein Buch in der Deutschen oder Französischen Übersetzung erwarten können?

Interview Bild GarrGarr Reynolds: In Frankreich haben sie meines Wissens noch gar nicht die Rechte gekauft. Für eine französische Ausgabe gibt es also noch keinen Plan. Aber sie wird kommen. Es hängt davon ab, wie sich die anderen Ausgaben [Englisch, Deutsch] verkaufen. Sie können jederzeit einsteigen. Wenn sich die Englische Ausgabe also gut verkauft …

Die Deutschen haben die Rechte schon gekauft, bevor ich das Buch geschrieben habe. Wohl auf Basis meines Namens. Die Übersetzung ist in Arbeit [Wie ich inzwischen gesehen habe, kündigt Amazon das Buch «Naked Presenter» auf Deutsch bereits für Ende des ersten Quartals 2011 an.].

Boris: Garr, vielen Dank.
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